Generaldirektion Wasserstraßen und Schifffahrt

Schleusenbetrieb

Die Schleusen der Bundeswasserstraße Neckar stehen -bis auf wenige Feiertage- allen Wasserfahrzeugen zur Überwindung der Staustufen zur Verfügung.

Die Schleusenzeiten, Sperrungen und Ausfälle, sowie die Feiertagsregelungen sind im Elektronischen Wasserstraßen Informations System (ELWIS) stets aktuell abrufbar.

Nachtschleusungen

Nachts (nach 22.00 Uhr) besteht für die gewerbliche Schifffahrt ebenfalls die Möglichkeit geschleust zu werden. Dies gilt nicht für die Nächte vor und nach Sonntagen.
Zur Nachtschleusung ist es jedoch notwendig sich bis 19.00 Uhr angemeldet zu haben.
Die fernbedienten Schleusen (Hofen bis Deizisau) werden rund um die Uhr betrieben. Eine Anmeldung entfällt hier somit.

Anmeldeformular, Verordnung und weitere Informationen der Schleusen finden Sie unter www.elwis.de

Schleusenreparaturzeit am oberen Neckar

Aufgrund anhaltender technischer Probleme an den Neckarschleusen und anderer Bauwerke hat sich das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Neckar entschlossen, auch im Juni 2019 weitere dringend notwendige Reparaturen durchzuführen. Da die jeweils eine Kammer vieler Schleusen nicht betriebsbereit sind, fallen an den betroffenen Schleusen beide Kammern während der Reparaturmaßnahmen aus. Das WSA Neckar sieht die Maßnahme jährlich mit Beginn der 26. Kalenderwoche bis zum Donnerstag der 27. Kalenderwoche vor.

Für 2019 ist das somit:

von Mo. 24.06.2019 6:00 Uhr bis Do. 04.07.2019 ca. 20:00 Uhr

Während dieser Zeit werden die Schleusen im Bereich zwischen Horkheim und Plochingen nicht betrieben.

Das WSA versucht damit unplanmäßigen Störfällen, vorzubeugen. Eine Instandsetzung unter Betrieb ist nicht möglich, weil zur Trockenlegung des Torraumes immer ein Revisionsverschluss gesetzt werden muss. Die Mitarbeiter des WSA Neckar bemühen sich zusammen mit Fremdfirmen die Arbeiten so komprimiert durchzuführen, dass die Schleusensperre möglichst kurz ausfallen kann.

Ausfahrt eines Schiffes aus der Schleuse Schleusenausfahrt Ausfahrt eines Schiffes aus der Schleuse

Reihenfolge der Schleusungen

Da es in der Vergangenheit häufig zu unterschiedlichen Meinungen bezüglich der Reihenfolge der Schleusungen kam, wurden die Vorgehensweisen geprüft. Gemäß der Binnenschifffahrtstraßen-Ordnung wurde eine Vorgehensweise festgelegt und in den Nachrichten für die Binnenschifffahrt veröffentlicht.

Den Inhalt haben wir hier noch einmal für Sie dargestellt:

Vorschleusungsrecht und Einreihung zurückgestellter Fahrzeuge nach § 6.29 Binnenschifffahrtsstraßen-Ordnung

Die Reihenfolge der Schleusungen richtet sich nach dem Eintreffen in den Schleusenbereich. Fahrzeuge, die den Schleusenbereich noch nicht erreicht haben, können zurückgestellt werden.

Das Vorschleusungsrecht nach der BinSchStrO kann grundsätzlich nur von Fahrzeugen geltend gemacht werden, die sich im Schleusenbereich befinden. Die vorschleusungsberechtigten Fahrzeuge werden, sofern Sie im Schleusenbereich eingetroffen sind, vor allen anderen Fahrzeugen, außer den in § 6.29 Nr. 4 BinSchStrO genannten, geschleust. Somit auch vor Fahrzeugen, welche auf dem Startplatz liegen, wenn für diese der Schleusungsvorgang noch nicht begonnen hat.

Ein Schleusenvorgang gilt als begonnen, wenn die Erlaubnis des Schichtleiters zur Einfahrt in die Kammer erteilt wurde und das Fahrzeug einfahrtsbereit ist. Befindet sich ein vorschleusungsberechtigtes weiteres Fahrzeug zu diesem Zeitpunkt noch nicht im Schleusenbereich, muss es warten.

Befinden sich mehrere vorschleusungsberechtigte Fahrzeuge im Schleusenbereich, findet die in § 6.29 Nr.5 BinSchStrO aufgeführte Reihenfolge Anwendung. Demnach haben Fahrgastschiffe mit Fahrplan (a) ein Vorrecht vor sonstigen Fahrzeugen mit Erlaubnis der zuständigen Behörde* (c).

Direkt nach einer Vorschleusung sind gem. § 6.29 Nr.5 Satz 3 BinSchStrO jeweils einmal die zurückgestellten Fahrzeuge in derselben Richtung einzureihen und zu schleusen. Befindet sich zu diesem Zeitpunkt noch ein weiteres vorschleusungsberechtigtes Fahrzeug im Schleusenbereich, muss dieses warten.

Die Genehmigung eines Fahrplanes begründet in diesem Zusammenhang keinesfalls den Anspruch, zu einer bestimmten Uhrzeit geschleust zu werden.

Befinden sich Fahrzeuge im Schleusenbereich, die ihre Fahrt unterbrochen haben (Feierabend, Wochenende, Reparatur), werden diese entsprechend § 6.29 Nr.3 Satz 3 BinSchStrO nur so lange zurückgestellt, bis sie ihre Vorbereitungen, ggf. über mehrere Tage, beendet haben. Sie werden in Abhängigkeit des Eintreffens an der Schleuse, nach dem Startplatzlieger eingereiht. Sollten mehrere Fahrzeuge die Unterbrechung der Fahrt beenden, werden sie nacheinander geschleust.

Diese Regelung ist auch dann anzuwenden, wenn Fahrzeuge die Nachtruhe eingehalten haben und morgens schleusungsbereit sind. Fahrzeuge, die nach diesem/n Fahrzeug/en in dem Schleusenbereich eintreffen, werden danach geschleust.

* Fahrzeuge der Containerlinie können ihr Vorschleusungsrecht erst nach dem Startplatzlieger geltend machen.

Bug des Schiffes Hanna Krieger Hanna Krieger Bug des Schiffes Hanna Krieger Quelle: WSV