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Sperrungen bei und nach Hochwasser

Aufgrund der Charakteristik des Neckars sind auch die Hochwassersituationen hier besonders. Häufig kommt es hier noch zu Einschränkungen nach bereits gesunkenen Pegelständen.

Höchster Schifffahrtswasserstand (HSW)

Sobald an bestimmten Pegeln ein definierter Wasserstand (HSW) erreicht wird, ist die Schifffahrt in einem bestimmten Bereich verboten. Wird dieser Pegelstand wieder unterschritten, ist die Schifffahrt -sofern keine andere Information vorliegt- wieder erlaubt.

Im Regelfall ist es am Neckar so geregelt, dass die Strecke zwischen zwei Staustufen (auch Stauhaltung genannt) einem bestimmten Pegel zugeordnet ist. In den meisten Fällen ist das der Pegel im Unterwasser der Schleuse am oberen Ende der Stauhaltung. Dort sind an der Uferwand jeweils die Hochwassermarken angebracht.

So bestimmt beispielsweise der Pegel im Unterwasser der Schleuse Cannstatt, ob die Schifffahrt in der Stauhaltung zwischen Hofen und Cannstatt durch Hochwasser gesperrt ist. Für wenige besondere Stauhaltungen ist ein anderer Pegel als der am Ende der Stauhaltung, maßgeblich.

Die offizielle Liste der jeweils zugeordneten Pegel finden Sie in der Binnenschifffahrtsstraßen-Ordnung im § 10.10 als Tabelle.

Sperrung bei Hochwasser

Traditionell erfährt die durchgehende Schifffahrt von der Überschreitung des HSW und damit von der Sperrung, durch die Tatsache, dass die nächste Schleuse nicht mehr in Betrieb ist. Ebenso erfolgt die Information auch durch das Funkgespräch mit der Schleuse. Über die Sperrung, und eventuell weitere Aussichten, wird außerdem per Funk in den Aussendungen des Nautischen Informationsfunks (NiIF) informiert.

Schwieriger ist die Information der Fahrzeuge, die nicht durch eine Schleuse fahren möchten. Mangels Kontakt zur Schleuse entfällt die Möglichkeit der direkten Information. Da dies oft Sportfahrzeuge sind, ist auch die Information durch den Nautischen Informationsfunk (NIF) oft nicht bekannt. Sportfahrzeuge verfügen häufig nicht über ein Funkgerät.

Führer solcher Fahrzeuge sind gehalten sich weiter zu informieren, wenn höhere Wasserstände oder stärkere Strömung festzustellen ist. In diesen Fällen muss angenommen werden, dass ein Hochwasser vorliegt. Ein Anruf bei der nächsten Schleuse schafft hier Klarheit.

Einschränkung nach Hochwasser

Besonders im Bereich zwischen Plochingen und Heilbronn, bilden sich bei Hochwasser oft starke Ablagerungen. Ein hohes Treibgutaufkommen und abgetriebene Fahrrinnentonnen sind weitere häufige Folgen der Neckarhochwasser.

Gerade nach längeren oder höheren Hochwasserereignissen muss deshalb zuerst die Verkehrssicherheit geprüft und ggf. wiederhergestellt werden. Aus diesem Grund wird nach einem Hochwasser häufig eine weiter andauernde Schifffahrtssperre oder Tiefgangsbeschränkung verhängt. Hierüber wird durch den Nautischen Informationsfunk (NIF) und in den Nachrichten für die Binnenschifffahrt (NfB). Letzteres nicht nachts oder an Wochenenden.

Pegel

Die für die HSW-Überschreitung relevanten Unterwasser-Pegel der Schleusen von Heilbronn bis Plochingen, finden sie unter Pegelonline.

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